Poker Blog

Igel kann man nicht knuddeln

3bet

Eine 3BET ist ein weiterer Raise nach einer Bet und einem Raise. Gegen tighte Spieler ist diese Aktion im NL SH Bereich auch mit spekulativen Händen auch als Semibluff möglich. Durch eine 3Bet in Position auf den ursprünglichen Raiser kann der Pot sofort gewonnen werden. Andernfalls wird postflop mit einer Hand hoher Playability weitergespielt, sofern der ursprüngliche Raiser preflop nicht 4bettet oder shoved. Je nach Limit finden 3Bets sehr light statt.

 
4bet

Eine 4bet ist ein weiterer Raise nach einer 3bet: Spieler A setzt, Spieler B erhöht, Spieler C erhöht, Spieler D erhöht. Dabei muss es sich nicht um verschiedene Spieler handeln. Beim FixedLimit nennt man eine 4Bet auch Cap. Ein Spieler im NL-Bereich wird nach einer 4BET nur noch selten auf ein All-In folden.

 
4oak

Four of a kind, also vier Karten der gleichen Sorte. In Österreich auch “Poker” genannt.

z.B. KK mit dem Board KK234

 
Ace high

Um den Showdown zu gewinnen, reicht im einfachsten Fall eine Highkarte. Häufig wird der Flop nach einem Preflop-Raise verfehlt und man kann die Hand nicht improven oder für sich entscheiden. Dabei haben Ace-high-Hände in seltenen Fällen noch Showdownvalue, z.B. im Spiel IP gegen einen Fisch. Passend dazu ein kleines Trash-Video:

 
All-In

Ein Spieler setzt alle seine restlichen Chips und geht dadurch “All-In”. Sollten sich noch weitere Spieler, die nicht all in sind, in der Runde befinden, spielen diese zunächst weiter. Dabei wird sog. Sidepot gebildet, da der All-In-Spieler nur den Mainpot (ein Vielfaches seiner ursprünglichen Chips zzgl. Blinds/Antes) gewinnen kann.

Während das All-In im FixedLimit-Cashgame nahezu nie vorkommt, ist es in fortgeschrittenen SNGs ein gewöhnlicher Bestandteil. Eine herkömmliche Erhöhung würde den Spieler comitten. Daher geht er im passenden Moment direkt All-In, um dadurch noch FoldEquity zu erhalten.

 
Backdoor Draw

Bei einem Backdoor Draw benötigt der Spieler am Flop zwei passende Karten, damit der Draw ankommt. Man spricht auch von Runner-Runner. Hat er z.B. zwei Herz auf der Hand und es liegt ein Herz auf dem Board, werden zwei weitere zur Komplettierung des Flushs benötigt.

 
Bad Beat

Bei einem BadBeat verliert ein Spieler, der zu einem bestimmten Zeitpunkt hoher Favorit war, die Hand und erleidet einen BadBeat. Maßgeblich ist dabei jedoch die “Equity” während den entscheidenden Aktionen (z.B. All-In). Wer beispielsweise mit AK gegen 22 preflop all in ist, am Flop den König trifft und am River schließlich gegen eine dritte 2 verliert, erleidet kein BadBeat. Er war sogar Außenseiter. Wenn die Runde jedoch “normal” gespielt würde und der Spieler mit den Pocket Deuces am Turn noch eine hohe Bet für seine zwei Outs callt, der erteilt dem Spieler mit AK tatsächlich einen BadBeat (bzw. SuckOut).

 
Bankroll Management

Wegen der hohen Varianz beim Pokern ist ein solides Bankroll Management das A&O beim Pokern.  Man sollte daher immer genügend Buy-Ins für ein Limit parat haben. Je nach Pokervariante (Shortstack, FixedLimit, NL, SnG, MTT) und Agressivität des BRM variiert dies ca. zwischen 20-50. Sollten irgendwann nicht mehr genügend Stacks zur Verfügung stehen, muss das Limit unbedingt angepasst werden, da man sonst durch Pech, Tilt oder schlechtes Spiel sehr schnell broke geht.

Generell empfiehlt sich für Einsteiger, bei einem der untersten Limits zu beginnen und konsequent allle Stufen zu durchlaufen. Oft führt ein Upswing zu Überschätzung, die eine ernsthafte Gefahr für die Bankroll darstellen.

 
Big Blind

Der Big Blind ist ein Zwangseinsatz, den ein Spieler vor Erhalt seiner Karten  zahlen muss, bevor er am Pokerspiel teilnehmen kann. Pro Runde befindet sich ein Spieler im Big Blind und einer im Small Blind. Die normale Reihenfolge ab 3 Spielern lautet im Uhrzeigersinn: Dealer(Button), Small Blind, Big Blind.

Ohne Mindesteinsätze könnte kein Pokerspiel stattfinden, weil jeder Spieler auf Asse warten würde bzw. es kein Dead Money im Pot gibt, das attackiert werden kann.

 
Blind Defense

Im Gegensatz zum Blind Stealing befindet man sich bei der Blind Defense in den Blinds, die von einem weiteren Spieler attackiert werden. Wer die Blinds zu oft kampflos aufgibt, verliert insbesondere auf den höheren Limits langfristig massiv Geld. Blinds können passiv (call) oder aktiv (Resteal) verteidigt werden.

 
Blind Steal

Das Blindstealing ist ein Spielzug, der besonders gegen tighte Gegner sehr profitabel sein kann. Es wird typisch im Cutoff, am Button oder im SmallBlind angewendet und ausgenutzt, dass bereits alle Spieler vor einem gefoldet haben. Die nachfolgenden Spieler haben in den meisten Fällen keine starke Hand, sodass sich auch eine marginale Hand zum Stealen eignen kann. Der Pot kann oft bereits preflop gewonnen werden. Falls nicht, hat man oft Position auf den Gegner, sodass folgende (Binsen)weisheit zum Tragen kommt: “das Profitable am Stealen ist die Contibet danach.”

 
Bluff

Einer der bekanntesten Begriffe rund ums Pokern ist sicherlich der “Bluff”. Dabei versucht ein Spieler, eine andere (bessere) Hand vorzutäuschen, als er tatsächlich hat. Im Gegensatz zu den Vorstellungen, den viele Laien haben, finden beim Pokern keine pure Bluffs am laufenden Band statt. Oft hat der bluffende Spieler noch Outs in Form von Overcards oder schwachen Draws. Bei seinem Bluff handelt sich demnach um einen Semibluff. Zusammen mit der Foldequity, den ein Preflopagressor auf eine Contibet hat, kann dies ein profitabler Spielzug sein. Gegen sehr schlechte Gegner sollte er jedoch äußerst sparsam eingesetzt werden: “never bluff a monkey.”

 
Bonus Whore

Die Betreiber der Pokerplattformen locken ständig Spieler in Form von Ersteinzahlungsboni an. Eine Bonus Whore springt von Plattform zu Plattform und nimmt diese Boni mit.

 
Broadway

Eine Straße bestehend aus AKQJT wird Broadway bezeichnet.

 
Broke

A) Wenn ein Spieler bankrott ist, spricht man davon, dass er broke ist. Häufig liegt die Ursache an einem zu undiszipliniertem Bankrollmanagement.

B) Mittlerweile spricht man auch von “broke gehen”, wenn ein Spieler in einer bestimmten Situation (z.B. TPTK in einem reraised Pot) bereit ist, seine restlichen Chips in die Mitte zu schieben. Es bedeutet demnach so viel wie: “all in gehen, weil man sich vorne sieht”.

 
Bubble

In einem Pokerturnier stehen eine gewisse Zahl von Preisen zur Verfügung. Die Bubble ist die letzte Platzierung, die leer ausgeht. Man spricht weiterhin von Bubble Phase, wenn sich die verbliebenen Spieler kurz vor den Preisgeldrängen befinden. Mit vielen Chips lässt sich hier sehr proftiabel spielen, indem Spieler mit einer mittleren Zahl von Chips unter Druck gesetzt werden. Sie haben genug Chips, um locker ITM zu kommen und gehen daher einer Konfrontation mit einem Deepstack oft aus dem Weg, damit sie nicht zum Bubble Boy werden.

 
Calling Station

Als Calling Station wird ein Spielertyp bezeichnet, der sehr viele Bets callt und (zu) oft zum Showdown gehen möchte. Er zeichnet sich durch seine passive Spielweise aus und ist einer unserer Lieblingsgegner.

 
Cash out

Ein Cash Out ist eine teilweise oder vollständige Auszahlung des Pokerguthabens.

 
Check-Raise

Der Check-Raise ist ein Spielzug, bestehend aus einem Check mit anschließender Erhöhung nach der Bet eines Mitspielers. Dies demonstriert viel Stärke und dient dazu, eine zusätzliche Bet des oder der Mitspieler mitzunehmen, wenn diese auf einen direkten Einsatz gefoldet hätten. Hat man z.B. ein Set gefloppt und checkt zum Preflopagressor, feuert dieser fast immer eine Contibet ab.

 
Coinflip

Als Coinflip bezeichnet man eine Situation, die einem Münzwurf sehr ähnlich. Die beiden Spieler besitzen je in etwa eine Gewinnwahrscheinlichkeit von 50%. Dies ist bei einem Pocketpair gegen zwei Overcards der Fall.

 
Continuation Bet

Die Continuation Bet ist eine Form des Bluffs, den der Preflopagressor am Flop spielt. Er dient dazu, den Pot direkt zu gewinnen, wenn das Board verfehlt wurde. StudiVZ iPhone stürzt ab

 
Doomswitch

Der Doomswitch ist ein Schalter, denPokerplattformen auslösen, nachdem einer ihrer Spieler einen größeren Teil seiner Bankroll ausgecasht hat. Dies führt dazu, dass der Spieler plötzlich jeden Coinflip verliert und auch sonst nicht vom Glück gesegnet ist. Der Doomswitch existiert nicht wirklich, sondern ist eine lustige Umschreibung für die negative Seite der Varianz.

 
Draw

Der Draw ist eine unvollständige Hand, der Karten fehlen, damit sie zu einer fertigen (made) Hand wird. Je mehr Karten (Outs) dem Spieler weiterhelfen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass er seinen Draw vervollständigen kann. Die häufigsten Draws sind der OESD (8 Outs) sowie Flushdraw (9 Outs). Ein ankommmender Draw muss nicht bedeuten, dass man dadurch die Nuts erhält.

 
Family Pot

Der Family Pot ist eine Spielrunde, bei der jeder Spieler durch Limpen in die Hand einsteigt und am Flop noch alle Spieler in der Hand sind.

 
First in Vigorish

Der First in Vigorish beschreibt den Vorteil, den ein Spieler im Turnierpoker besitzt, wenn er als erstes in die Hand einsteigen kann (first in). Gerade in den späten Turnierphasen wird auch mit eher marginalen Händen preflop gepusht, um den Pot direkt preflop mitzunehmen. First In ist hier besonders wichtig, da man zum Callen eines Pushs eine sehr gute Hand benötigt. Selbst vorhergehende Limper sind nachteilig, weil man sie je nach Reststack nicht mehr zum Folden bekommt bzw. sie trappen könnten.

 
Flop

Beim Texas Hold’em werden die ersten drei Gemeinschaftskarten Flop genannt.

 
Freezeout

In einem Freezeout-Turnier kann ein ausgeschiedener Spieler nicht per Rebuy erneut einsteigen. Das Turnier ist somit für ihn beendet.

 
Grinden

Beim Grinden pokert ein Spieler an möglichst vielen Tischen, um seine stündliche Gewinnrate zu verbessern. In den meisten Fällen hätte er die Bankroll für ein höheres Limit. Er möchte aber lieber auf seinem Stammlimit spielen und beispielsweise Punkte für Promotions erspielen oder einen relativ sicheren(?) Gewinn erwirtschaften, den er auscashen kann.

 
Gutshot

Ein Guthot ist ein StraightDraw, bei der eine mittlere Karte der Straße fehlt (Bauchschussstraße). 4 Outs vervollständigen somit die Hand zu einer Straight.

 


Blog zum Thema Online-Poker inklusive iPoker Handkonverter.

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